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Taktische Bezeichnungen

Feuerwehrfahrzeuge in Österreich sind Feuerwehrfahrzeuge von Feuerwehren, welche an die vielfältigen österreichischen Landschaften, geprägt durch Gebirge, Wälder und Großstädte, angepasst sind.

Um aber eine gewisse Einheitlichkeit zu bekommen, wurden Baurichtlinien von den einzelnen Landesfeuerwehrverbänden geschaffen, die eine minimale Ausrüstung für ein Fahrzeug darstellen und jeweils nach Notwendigkeit von der einzelnen Feuerwehr oder dem Feuerwehrverband ergänzt werden kann. Diese Baurichtlinien müssen aber nur eingehalten werden, wenn die Feuerwehr für das Fahrzeug auch eine Förderung vom Landesfeuerwehrverband bekommt. Wird das Fahrzeug nur von der Gemeinde oder von der Feuerwehr selbst finanziert, so müssen die Richtlinien nicht unbedingt eingehalten werden.

Ein Feuerwehrfahrzeug hat üblicherweise eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren. Nach dieser Zeit wird auch das Nachschaffen von Ersatzteilen schwierig. Das ist auch die übliche Zeit, nach der ein Fahrzeug aus der Mindestausrüstungsverordnung herausfällt und die Feuerwehr einen Ersatz anschaffen kann und auch eine Förderung erhält. Wird das Fahrzeug früher ausgeschieden, muss in der Regel die Förderung zurückbezahlt werden. Das ist aber auch Bundesländer-spezifisch verschieden.

Einteilung nach Besatzung:

  • Gruppenfahrzeug 9 Personen (1 Löschgruppe), Beispiel: KLF
  • Tanklöschgruppen-Fahrzeug 7 (1 Tanklöschgruppe), Beispiel: TLF
  • Staffelfahrzeuge 6 Personen (1 Löschstaffel), Beispiel: KLF-W
  • Truppfahrzeug 2–3 Personen (finden nur bei Sonderfahrzeugen Anwendung), Beispiel: SSTF, MZF, VF, WLF

Spezielle Typenbezeichnungen:

  • Haben die Fahrzeuge einen Allradantrieb, so führen sie nach der Bezeichnung den Buchstaben A, z. B. TLF-A (Tanklöschfahrzeug mit Allradantrieb).
  • Ein nachgestelltes B bedeutet, dass das Fahrzeug mit einer Bergeausrüstung ausgestattet ist, z. B. LFB (Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung). Die Bergeausrüstung umfasst, je nach Bundesland, unterschiedliche Pflichtausrüstungsteile. So kann ein LFB mit einer Einbauseilwinde, einem hydraulischen Rettungsgerät oder beidem ausgestattet sein.
  • Fahrzeuge mit einem T am Ende sind speziell für den Einsatz in Tunnels ausgerüstet, z. B. RLF-T (Tunnel-Rüstlöschfahrzeug). Diese Bezeichnung wird allerdings nicht in allen Bundesländern verwendet.
KLF TSA LF SLF
TLF GTLF ULF FLF, LLF
KRF, -B, -S, -E RF SRF RLF
MTF KDOF, ELF VF BLF
WLF, WLA, WLK KF DLK GSF, SSF, SSFT, GGF
TNB, Steig ÖL RLF-T ASF, ATF, ALF

 

Sonderfahrzeuge

 

Mehrzweckfahrzeuge (MZF):

MZF2 der BtF Boxmark

Mehrzwekfahrzeuge (MFZ) sind Feuerwehrfahrzeuge bei denen keine bestimmte Zuordnung der sonst üblichen taktischen Bezeichnung aufgrund der Beladung möglich ist. Mehrzwekfahrzeuge findet man am häufigsten bei Betriebsfeuerwehren.

 

Lösch-Unterstützungsfahrzeug (LUF):

 LUF der FF Chemiepark Linz

Das Lösch-Unterstützungsfahrzeug  (LUF) wird bei größeren Bränden in Industrieanlagen, Lagerhallen usw. eingesetzt. Das LUF kann auch einsatztaktisch zum Niederschlagen von Gasen und Dämpfen verwendet werden. Zur Löschwassernotversorgung stehen dem LUF drei hydraulisch angetriebene Tauchpumpen zur Verfügung, die jeweils 3.000 Liter bei 4 bar leisten.

Das Raupenfahrwerk erlaubt präzise Fahr- und Wendemanöver, eine besonders hohe Standfestigkeit, kann bewegliche Hindernisse notfalls beseitigen sowie Stiegen und Rampen bis zu einem Neigungswinkel von ca. 30° überwinden.

 

Turbo Löscher:

Vor allem für den Einsatz bei Großbränden im industriellen Umfeld ist der Turbo-Löscher von Zikun hergestellt. Die beiden Strahltriebwerke des multifunktionalen Aerosol-Feuerwehrfahrzeuges dienen dabei zur Brand- und Schadgasbekämpfung sowie auch zur Kühlung und Druckbelüftung.
Aus sicherer Entfernung können so mit einer Löschwasserleistung von bis zu 8000 Liter Wasser pro Minute große Wassermengen und mit einer Wurfweite bis zu 150 Meter transportiert werden. Die Triebwerke vernebeln das Löschwasser dabei so, dass eine großer Wasservorhang entsteht, welcher die Wärme bindet und den Brand abkühlt und erstickt.
Die Turbinen werden dabei mit Hilfe eines Joysticks und einer entsprechenden Kamera gesteuert.
Momentan befinden sich vier Turbo-Löscher im Einsatz – unter anderem bei BASF und Wacker Chemie.

  • Wasserleistung: 8000 l/min
  • Wurfweite: 150m

 

Turbo Löscher

Dieser Turbolöscher auf einem Bagger-Fahrgestell, wird hauptsächlich im industriellen Umfeld als Teil einer Werksfeuerwehr eingesetzt. Der mit einer Turbine aus einem russischen MiG-Kampfjet ausgestattete Löschbagger kann dabei bei Bränden in Raffinerien oder Chemiewerken genutzt werden. Die Bedienung kann dabei direkt aus der Fahrerkabine heraus oder über eine Fernsteuerung erfolgen. Beim Löschvorgang wird dann Wasser in den Abgasstrahl der Turbine injiziert, wodurch mit Hochdruck ein Wassernebel entsteht, welcher eine enorme Menge Wärme binden kann.

 

 

Serienfahrzeuge

Kleinlöschfahrzeug (KLF): Zum Seitenanfang

 KLF der Feuerwehr Pettneu

Das Kleinlöschfahrzeug ist für eine Löschgruppe von 1:8 ausgelegt und hat außerdem eine Tragkraftspritze (TS). Es ist das häufigste Fahrzeug bei den kleinen Ortsfeuerwehren, da es die Mindestausrüstung jeder Feuerwehr darstellt. Ein KLF unterscheidet sich von einem LF in wesentlichen in seinem höchstzulässigen Gesamtgewicht von unter 3,5 t und der daraus resultierenden geringeren Ausrüstung. Primäre Aufgabe aller Löschfahrzeuge (KLF/LF/SLF mit sämtlichen Zusatzbuchstaben) ist die Versorgung der Tanklöschfahrzeuge mit Löschwasser.

Kleinlöschfahrzeug-Wasser (KLF-W) bzw. Löschfahrzeug-Wasser (LF-W):

Es ist ein (Klein-)Löschfahrzeug mit einem Wassertank bis etwa 1200 Liter Inhalt mit Einbaupumpe oder TS. Obwohl für eine Löschgruppe ein Mannschaftsstand von 1:8 erforderlich ist, sind die meisten KLF-W aufgrund von Gewichts- und Platzgründen Staffelfahrzeuge mit einer Besatzung von 1:5. Damit und dem Standard-Tank von 500l ist ein Gewicht von 5,5t gemäß dem Feuerwehrführerschein darstellbar. Der Fahrzeugtyp ist vor allem bei kleinen Wehren beliebt, da diese oft über kein "echtes" Tanklöschfahrzeug verfügen, mit dem Wasservorrat aber einen Erstangriff beginnen können.

Tragkraftspritzenanhänger (TSA): Zum Seitenanfang

TSA-750 der BtF Boxmark

Eine ältere, aber billigere Form ist die Kombination eines Mannschaftstransportfahrzeuges mit einem Tragkraftspritzenanhänger (kurz TSA). Hier wird der hauptsächliche Teil der Brandschutzausrüstung auf einen Pkw-Anhänger verlastet. Nur die Mannschaft und kleine Zusatzausrüstungsgegenstände werden im Fahrzeug selbst verstaut. Es ist dies eine Lösung für finanziell schwache Feuerwehren. Durch Subventionsmaßnahmen wird aber größtenteils versucht, diese Fahrzeuge gegen KLF auszutauschen.

Löschfahrzeug (LF):

  LF der FF Deutsch Jahrndorf

Es entspricht dem KLF, hat aber mehr als 3,5 t Gesamtgewicht und kann noch zusätzliche Ausrüstung mitführen. Das Löschfahrzeug kann mit den Zusatzbuchstaben B, also LF-B, für ein Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung, bzw. W, also LF-W für ein Löschfahrzeug mit Wasser kombiniert werden. LF-A dienen vor allem der Löschwasserversorgung und führen dafür meist eine absetzbare Pumpe (TS) und größere Schlauchmengen mit.

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Schweres Löschfahrzeug (SLF):

 SLF der FF Traun

Das SLF ist der große Bruder des LF. Ein SLF führt eine große Anzahl an wasserführenden Armaturen mit und ist in den meisten Bundesländern mit einem Wassertank bis etwa 2000 Liter (und in weiterer Folge mit einer Einbaupumpe) ausgestattet. SLFs, die keinen Wassertank besitzen, führen in der Regel eine 2. Pumpe mit.

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Tanklöschfahrzeug (TLF):

 TLF der FF Gniebing

Das Tanklöschfahrzeug ist, abhängig vom Bundesland, 1:6 oder 1:8 besetzt. Vereinzelt gibt es auch TLF mit Truppbesetzung (1:2). Die Größe des Löschwassertanks variiert zwischen 500 und 5000 Litern, die gängigsten Tankgrößen sind aber 2000, 3000 und 4000 Liter. Außerdem haben die meisten modernen TLFs einen Schaummitteltank mit 150 bis 400 Litern. Das Fahrzeug hat eine Einbaupumpe, welche sich meistens in einen Normaldruckteil (~10bar Ausgangsdruck) und einen Hochdruckteil (~40bar Ausgangsdruck) gliedert. Da aber immer mehr Feuerwehren die Taktik des Innenangriffs mittels Hohlstrahlrohr verfolgen, wird bei Neufahrzeugen vereinzelt auf den Hochdruckteil verzichtet. Die meisten modernen Fahrzeuge verfügen zudem über ein eingebautes Schaumzumischsystem. Zum Schnellangriff ist in der Regel eine Schnellangriffshaspel mit einem formbeständigen Schlauch montiert. In manchen Bundesländern gehört der Schnellangriff auch zur Pflichtausrüstung. In den meisten Bundesländern ist außerdem noch ein Wasserwerfer am Fahrzeugdach montiert. Ist dieser nicht abnehmbar (z.B. ferngesteuerte Monitore auf Tunnelfahrzeugen) muss außerdem in den meisten Bundesländern noch ein mobiler Monitor mitgeführt werden. Die Aufgabe des Fahrzeugs ist der Angriff bei Brandeinsätzen und das Stellen der Brandwache bei Verkehrsunfällen. Entsprechend sind TLFs mit Ausrüstung zur Brandbekämpfung ausgestattet.

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Groß-Tanklöschfahrzeug (GTLF):

  GTLF der FF Amstetten

Wie das SLF beim LF, ist das GTLF die große Version des TLF und wird oft auch als "fahrender Löschteich" bezeichnet. GTLFs sind die größten Fahrzeuge, die kommunalen Feuerwehren zur Verfügung stehen und werden nicht selten auf 4-Achs-Fahrgestellen aufgebaut. GTLFs verfügen über Wassertanks von 8000 bis 14000 Litern und sind mit starken Einbaupumpen mit Literleistungen von bis zu 6000 l/min ausgestattet. Zudem führen GTLFs in der Regel verhältnismäßig große Mengen Schaummittel (>500 Liter) mit und sind nicht selten mit Pulverlöschanlagen (bis 750 kg) ausgestattet. GTLFs sind Sonderfahrzeuge und werden nur gezielt an Stützpunkten eingesetzt. Da die primäre Aufgabe des GTLFs nicht der Angriff, sondern die Wasserversorgung ist, bietet das Fahrzeug normalerweise nur Platz für einen Trupp (1:2).

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Universallöschfahrzeug (ULF):

 ULF der Berufsfeuerwehr Linz

Das ULF ist eine Sonderform des TLF und hat in der Regel einen kleineren Wassertank. Der dadurch gewonnene Platz wird durch ungewöhnlich große Schaummitteltanks (~1000 Liter) und Pulverlöschanlagen bis 750 kg eingenommen. Eingesetzt wird das Fahrzeug bei Feuerwehren mit Betrieben mit entsprechendem Gefahrenpotential im Pflichtbereich. Vereinzelt gibt es auch ULFs in der Größe eines GTLF. Diese werden aber in der Regel nur von Betriebsfeuerwehren verwendet und haben keine eigene taktische Bezeichnung.

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Flughafenlöschfahrzeug, Landebahnlöschfahrzeug (FLF, LLF):

 FLF Flughafen Graz Thalerhof

Flughafenlöschfahrzeuge sind Sonderfahrzeuge, die auf Grund des hohen Gefahrenpotentials (Kerosin, große Menschenmengen,...) strengen internationalen Normen entsprechen müssen. Die Norm, in die eine Flughafenfeuerwehr fällt, ist abhängig von Art und Größe der Flugzeuge, die den Flughafen anfliegen. Bekannt für seine FLF ist der österreichische Hersteller Rosenbauer, dessen neuestes FLF, der Panther CA7, 16800 Liter Wasser, 2200 Liter Schaummittel und 225 kg Pulver mitführt. Die Pumpe hat eine Literleistung von 10000 l/min bei 10bar, die beiden ferngesteuerten Monitore leisten 6500 und 2500 l/min. Das Fahrzeug ist 3 m breit und verfügt über eine Leistung von 1250 PS, womit die 52 Tonnen Gesamtgewicht in unter 25 Sekunden von 0 auf 80 km/h beschleunigt werden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 135 km/h. Die Kabine ist zwar für eine Besatzung von 1:5 ausgelegt, im Einsatzfall wird der Panther aber von nur 2 Mann bedient. Dieses Fahrzeug erfüllt somit die Normen für Flughäfen, die vom neuen Airbus A380 angeflogen werden.

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Kleinrüstfahrzeug (KRF, KRF-B, VRF, KRF-S, KRF-E):

 KRF-S der FF Feldbach

Ein Kleinrüstfahrzeug ist ein Rüstfahrzeug mit einer max. höchst zulässigen Gesamtmasse von 3,5 t und dient als Fahrzeug für technische Einsätze aller Art. So gibt es auch vom Kleinrüstfahrzeug zahlreiche Untertypen, wie zum Beispiel das KRF-B (Kleinrüstfahrzeug mit Bergeausrüstung). Dieses ist dann mit hydraulischem Rettungsgerät ausgerüstet und wird oft als Vorausfahrzeug bei schweren Verkehrsunfällen eingesetzt. Feuerwehren, welche laut Alarmplan eine Autobahn in ihrem Einsatzgebiet haben, besitzen meist auch ein sogenanntes Vorausrüstfahrzeug (VRF) oder KRF-S (Kleinrüstfahrzeug - je nach Bundesland Straße oder Sonderausrüstung), welches sich aufgrund seiner Ausrüstung besonders für schnelle Menschenrettungen auf Straßen, Autobahnen, aus Tunnels und Tiefgaragen eignet. Zur Ausrüstung gehört meist eine minimale KRF-Ausstattung, dafür aber hydraulisches Rettungsgerät, Atemschutzgerät zur Erkundung sowie oft auch eine Höchstdrucklöschanlage bzw. ein Impulslöschgerät oder eine so genannte Polylöschanlage zum schnellen Aufbauen des erforderlichen Brandschutzes, bzw. zum Löschen von Fahrzeugbränden.

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Rüstfahrzeug (RF):

 RF-S der BtF Chemiepark Linz

Das Rüstfahrzeug ist hauptsächlich für den technischen Einsatz ausgerüstet, so führt es hydraulische Rettungsgeräte und Notstromgenerator mit sich.

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Schweres Rüstfahrzeug (SRF):

 SRF der FF Pinkafeld

Dies hat in etwa die gleiche Ausrüstung wie ein RF, hat jedoch zusätzlich noch einen Ladekran oder eine Abschleppbrille für Kraftfahrzeuge aufgebaut, außerdem findet man in manchen SRF auch Vollschutz- und Chemieschutzanzüge für Gefahrgutunfälle.

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Rüstlöschfahrzeug (RLF):

RLF der FF Stallhofen

Das Rüstlöschfahrzeug ist heute eines der weitest verbreiteten Fahrzeuge größerer Bauart, da es eine Kombination aus TLF und RF darstellt. Zur fast vollständig übernommenen Ausrüstung eines Tanklöschfahrzeuges kommt in der Regel noch der hydraulische Rettungssatz sowie eine am Fahrzeugrahmen montierte Seilwinde (Zugkraft in der Regel 50 kN). Mit einem RLF ist eine Feuerwehr schon allein in der Lage, bei einem Verkehrsunfall alle notwendigen technischen Maßnahmen zu setzen und außerdem den notwendigen Brandschutz bei einem Verkehrsunfall zu gewährleisten. Diese Fahrzeuge gibt es auch noch in einer größeren Version - das sogenannte RLF-T (Rüstlöschfahrzeug-Tunnel), welche mit einer speziellen Innenraum-Lüftungsanlage, sowie einer Selbstschutzanlage versehen sind.

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Mannschaftstransportfahrzeug (MTF):

 MTF der FF Feldbach

Das MTF ist ein primär auf den Mannschaftstransport ausgelegtes Fahrzeug (Kleinbus etc.), das dementsprechend hoch besetzt ist (bis 1:8), dafür ist die Ausrüstung minimalistisch (Verkehrsleitkegel, Lampen, Feuerlöscher, meistens Sonderalarmpläne und Gefahrenunterlagen von ortsansässigen Firmen). Viele Feuerwehren verwenden ihr Mannschaftstransportfahrzeug bei Großereignissen auch als Einsatzleitfahrzeug.

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Kommandofahrzeug (KDOF) / Einsatzleitungsfahrzeug (ELF):

 ELF der BtF Chemipark Linz

Im Kommandofahrzeug befinden sich die Führungsmittel (wie Karten, PC, Funktisch usw.) und Kommunikationsmittel, die zum Leiten größerer Einsätze notwendig sind.

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Kommandantenfahrzeug (KDTF):

Beim KDTF handelt es sich um einen normalen Pkw, der für Dienstfahrten des Feuerwehrkommandanten vorgesehen ist, aber oft auch für Dienstfahrten von anderen Feuerwehrmitgliedern genutzt wird.

Versorgungsfahrzeug (VF):

 VF der FF Wiener Neudorf

Ist ein normales Transportfahrzeug, entweder mit Pritschenaufbau, Ladebordwand oder Mulde für die diversesten Transportaufgaben z. B. verunfallte Fahrzeuge, Sandsäcke oder kontaminiertem, abgegrabenen Erdreich.

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Lastenfahrzeug (VF, LAST, TF):

Es ist wie das Versorgungsfahrzeug ein reines Transportfahrzeug. Laut Funkordnung hat jedes VF den Funknamen Last.

Berglandlöschfahrzeug (BLF):

 BLFA der FF Rinnegg

Es handelt sich dabei um ein KLF-A, das auf ein extrem geländetaugliches Fahrgestell aufgebaut wird. Es führt oft eine leichtere Tragkraftspritze Feuerlöschpumpe (TS 6/6, PFPN10-750) mit sich, die auch im Gebirge eingesetzt werden kann. Dieser Typ ist heutzutage nur mehr selten anzutreffen, meist auf Geländewagenfahrgestell mit einer Besatzungsstärke 4-5P.

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Wechsellader (WLF, WLA, WLK):

 WLF der FF Weiz

Der Wechsellader ist das vielseitigste Fahrzeug im Feuerwehrdienst, da die Aufbauten (je nach Vorhandensein) dem Einsatzzweck gerecht mittels Multilift-System gewechselt werden können. Oft sind diese Wechsellader auch mit einem Ladekran ausgestattet. Hierfür können die verschiedensten Container verwendet werden:

  • Versorgungscontainer (Küche) für Großeinsätze
  • Mannschaftsunterkünfte für Großeinsätze
  • Dekontaminationscontainer
  • Gefährliche Stoffe-/Schadstoffcontainer
  • Einsatzleitstellen
  • Atemschutz
  • Sanität
  • Wasserdienst
  • Flugdienst
  • Rüst- und Pölzholzcontainer
  • Tankaufbauten
  • Mulden- oder Pritschenaufbau

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Stützpunktfahrzeuge:

Hier angeführte Sonderfahrzeuge sind nur bei bestimmten Feuerwehren stationiert. In den meisten Bundesländern werden solche Sonderfahrzeuge bei sogenannten Stützpunktfeuerwehren stationiert. So gibt es z. B. in Niederösterreich sieben große Kranfahrzeuge, denen jeweils ein bestimmtes Einsatzgebiet zugeteilt ist.

Kranfahrzeug (KF):

 Kran der FF Feldbach

Kranfahrzeuge gibt es schon von einer geringen Traglast bis 50 t für Unfälle mit schweren Lastkraftwagen. Die meiste der zusätzlich bei einem Kraneinsatz notwendige Ausrüstung wird in einem Kranbegleitfahrzeug mitgeführt, das auch noch zusätzliches Personal befördern kann.

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Drehleiter (DL, DLK):

 DLK der FF Feldbach

Die Drehleiter ist das wohl bekannteste Fahrzeug der Feuerwehr, ist in jedem Kinderhaushalt als Modellauto zu finden und ist auch die Verkörperung der Arbeit der Feuerwehr. Es gibt Drehleitern von kleineren Typen mit Hubhöhen von 16 Metern und Schnellangriffseinrichtung bis zu großen Leitern mit 30 Meter Länge / 23 Meter Hubhöhe. Sie wird im Einsatz zur Rettung aus Höhen (Bäume, Hochhäuser) eingesetzt, aber auch zum Absetzen von Rettungstrupps. Für die Brandbekämpfung aus der Höhe ist die DL ebenfalls sehr gut geeignet. Es gibt Ausführungen mit oder ohne Tragkorb. Meistens ist ein vorinstalliertes Rohrsystem vorhanden, an das man ein Strahlrohr ansetzen kann und sofort angreifen kann, ohne Schläuche bis hinauf legen zu müssen.

Atemschutzfahrzeug (ASF, ATF, ALF):

Es dient vor allem dem Wiederauffüllen von verbrauchten Atemluftflaschen bei Großereignissen oder Gefahrenguteinsätzen. In der Regel errichtet die Besatzung dieses Fahrzeuges den Atemschutzsammelplatz (ASSP) und koordiniert und versorgt die Atemschutztrupps.

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Hubsteiger (TMB, Steig, TLK, GB):

 Steiger der FF Amstetten

Standen früher vereinzelt Gelenkbühnen im Einsatz, werden heute fast ausschließlich Teleskopmastbühnen beschafft. Vorteile der Steiger sind zum einen die deutlich geringeren Anschaffungs- bzw. Erhaltungskosten, zum anderen aber auch bautechnische Vorteile, wie z. B. viel höhere Leistungen und Stabilität als bei Drehleitern. Die meisten Hubsteiger habe eine Rettungshöhe von 30 Metern (vergleichbar mit einer DLK 23-12), vereinzelt stehen aber auch Fahrzeuge mit Rettungshöhen von 42. Die größten Steiger Österreichs sind in Besitz der BF Wien, der BF Graz und der FF St. Pölten Stadt. Diese drei Fahrzeuge haben eine Nennrettungshöhe von 54 m.

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Schadstofffahrzeug (SSTF, SSF, GSF, GGF, KÖF, KSF):

 GSF der FF Hartberg

Die Schadstofffahrzeuge werden vor allem bei Chemieunfällen eingesetzt. Sie haben die notwendigen Werkzeuge, die widerstandsfähig gegen Säuren oder Laugen sind. Sie haben auch die Schutzanzüge der verschiedenen Schutzstufen an Bord. Bei einem Schadstoffeinsatz sind oft auch noch Dekofahrzeuge zur Errichtung eines Deko-Platzes mit einbezogen.

ÖL-Fahrzeug (ÖF):

 

Das ÖL-Fahrzeug ist zum Binden von auslaufendem Mineralöl gedacht. Es verfügt über diverse Ex-geschützte Umfüllpumpen, Spezialwerkzeuge zum Abdichten von Tankwagen, usw. Zudem führt es eine sehr hohe Anzahl an verschiedenen Ölbindemitteln mit, um selbständig auch größere Ölaustritte zu binden. Meist ist in Verbindung mit dem ÖL-Fahrzeug auch noch ein Ölsperrenanhänger für Gewässer vorgesehen.

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Tunnellöschfahrzeug (RLF-T):

 RLF-T der FF Lermoos

Diese sind wieder unterschiedlich für Ereignisse in Straßentunnels oder Eisenbahntunnels ausgestattet. Für Eisenbahntunnel können sie entweder selbst auf Schienen einfahren (man spricht dann von Zwei-Wege-RLF-T, diese sind z.B. entlang der Westbahnstrecke stationiert (z.B. FF Amstetten)) oder sind auf von der Bahn an den Tunnelportalen bereitgestellten Güterwagen verlastbar. Für die rasche Brandbekämpfung oder eine schnelle Rettung aus Fahrzeugen sind Tunnellöschfahrzeuge mit hydraulischem Rettungsgerät und einer Pumpe mit Wassertank ausgestattet. Die Spezialausrüstung umfasst auch noch Atemschutzgeräte für die gesamte Besatzung und extra Luftspeicherflaschen mit Überströmeinrichtungen, um die Besatzung ohne Abnehmen der Maske weiterhin mit Atemluft zu versorgen. Um auch in verqualmten Tunneln für ein sicheres Fortkommen zu sorgen, bedient man sich einer Wärmebildkamera und Abstandssensoren, welche eine Fahrt auch bei sehr schlechten Sichtverhältnissen zu ermöglichen.

 

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